C.: Ich wünsche, Medea, dass du diese Stadt und ihren Boden verlässt.
Nehme die beiden Kinder mit dir und zögere nicht.
Ich persönlich befehle dir wegzugehen und ich wird an diesem Ort bleiben, damit ich mit meinen eigenen Augen sehe, dass du die Stadt verlässt.
M.: O ich unglückliche!
Der schrecklich Tyrann Kreon verbannt mich grausam, er zwingt mich arm zugrunde zu gehen.
Was soll ich machen, eine Ausländerin ohne Aussicht auf Glück?
Soll ich den König um Sanftmut anflehen?
Los, jenen selbst werde ich fragen. –
Weshalb verbannst du mich aus dieser Stadt, o Kreon?
Hast du mich bis jetzt etwa nicht geliebt, wie eine Tochter und mich und meine Kinder unterstützt?
C.: Ich fürchte mich, dieses frei zu sagen – ich fürchte mich heftig, dass du meine Tochter mit Urecht versiehst.
Denn du bist mit so großem Schmerz versehen worden, dass du eher zu rasen als zu denken und weise zu handeln scheinst.
Du handelst wütender, als dass ich dir trauen kann.
Hast du nicht etwa deinem Bruder auch eine Falle gestellt, Weil jener euch aus Kolchis verfolgte, als du flohst?
Hast du nicht etwa vielen anderen Schaden zugefügt, indem du dein magisches Kraut an ihnen ausprobiert hast.
Und nun, weil du glaubst dir sei Unrecht geschehen, sowohl ich als und meine Tochter, als auch ihr neuer Ehemann schleuderten ernste Drohungen nach dir, wie ich hörte.
Deshalb, du keine neuen Fallen aufbaust, habe ich beschlossen dich in Verbannung zu schicken.
Denn nun ist es besser, dir verhasst zu sein, als an dir später ganz unglücklich Schanden zu erleiden.
M.: Ah, schon oft hat es geschadet weise zu sein!
Denn meine Weisheit ist einigen verhasst, vielen zur last, die meisten sich vor ihr.
Aber du, o Kreon, fürchte mich nicht!
Denn ich bin nicht so beschaffen, als dass ich gegen den König handele.
Was hast du Schlechtes gemacht?
Du hast deine Tochter richtigerweise durch eine ehe verbunden.
Und ich, obwohl ich den Ehemann hasse, bin ich dennoch nicht gekommen in Neid zu dirund deiner Tochter.
Verbinde sie in einer Ehe und lebt glücklich.
Aber lass mich in dieser Stadt in Ruhe leben.
Obwohl ich mit schwerem Unrecht versehen worden bin, werde ich trotzdem schweigen, deinem befehl unterworfen.
C.: Obwohl du dich ruhig und bescheiden gibst, fürchte ich dennoch, dass du eine List gegen uns planst.
Also gehe möglichst schnell von hier weg! Spare deine Worte!
Das ist mein Entschluss!
Du wirst mit keiner List erreichen, dass du diese Stadt nicht verlässt.
M.: Ich werde weggehen, aber ich bitte und beschwöre dich nur um so viel, erlaube mir einen einzigen Tag zu bleiben
Ich fordere einen einzigen Tag, um ich über den Weg nachzudenken und den Kindern die Sache zu erklären.
C.: Natürlich ich bin keim Tyrann, sondern nur ein Mensch.
An diesem einen Tag wirst du kein Übel machen können.
Bleibe nicht länger!
Denn sonst wird der Tod dir und deinen Kindern sicher sein.
Hallo! Ich bin eine Lehrerin und habe diesen Text mit meiner Klasse übersetzt. Einige Schüler haben diesen Text genommen. Daraufhin habe ich sie gefragt wo sie den herhaben und sie haben mir diese Website gezeigt. Ich würde mich freuen wenn Sie weniger umschweifend, sondern sachlich übersetzten und mehr auf das Tempus achten würden… Trotzdem (, ich hoffe, dass ich dies als Lehrerin sagen darf) vielen Dank (im Namen meiner Schüler) für diese tolle Übersetzung, Sie “Ehrenmann”
Hallo Ehrenfrau Müller, ich war immer furchtbar in Latein und hab die hier hochgeladenen Übersetzungen vor Jahren nur aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Fühlen sie sich frei korrigierte Übersetzungen in den Kommentaren zu schicken, ich werde sie dann hochladen. Herzliches Dank und Liebe Grüße an ihre Schüler*innen :)